Interview mit Roberta Gregorio

Lesezeit: 4 Minuten

Hallo liebe Bücher-Freunde,

es gab mal wieder spannende Gelegenheit, ein Interview zu führen. Roberta Gregorio hat gerade wieder ein neues Buch veröffentlicht und da ich schon einiges von ihr gelesen habe, fragte ich sie, ob sie mir ein paar Fragen beantworten möchte. Und sie hat es getan!

Viel Vergnügen beim Lesen 😉

(c) Rachele Furiati – Erlaubnis liegt vor!

Elkes Literaturwolke: Wie kamst Du zum Schreiben? Was hat Dich dazu bewogen, Dich dieser Kunst zu widmen?

Roberta Gregorio: Ich denke, ich bin mehr oder weniger reingerutscht ins Schreiben, denn „geschrieben“ habe ich schon immer sehr gerne und sehr viel. Früher waren es Tagebucheinträge und Gedichte (die mir mittlerweile wirklich peinlich sind). Später dann habe ich oft das Ende von Büchern umgeschrieben. Und während meiner ersten Schwangerschaft hatte ich dann plötzlich ganz viel Zeit, weil ich mit dem Arbeiten aufgehört habe. Diese Zeit habe ich spontan dazu genutzt, mein erstes Buch zu schreiben.

Elkes Literaturwolke: Wie sieht Dein Autoren-Alltag so aus?

Roberta Gregorio: Für mich gibt es keinen geregelten Autoren-Alltag. Ich habe nur eine Regel: Schreibe jeden Tag! Wenn es auch nur ein paar Sätze sind.

Elkes Literaturwolke: In Deinem Roman „Ein Halleluja für die Liebe“ gibt es nicht nur irdische Figuren. Erzähl’ uns ein bisschen, was es damit auf sich hat?

Roberta Gregorio: Ja, in meinem Roman „Ein Halleluja für die Liebe“ treten auch Heilige auf. Bei uns in Süditalien ist der Heiligenkult stark verbreitet und tief verankert. Jeder Ort hat einen Schutzpatron, jeder Schutzpatron sein eigenes Fest. Und in einem Ort hier ganz in der Nähe wird die Heilige Rosalia verehrt. Sie ist eine besonders schöne Heilige und irgendwann habe ich mich gefragt, wie es wohl wäre, wenn ich mich mal mit ihr unterhalten könnte …

Elkes Literaturwolke: Wie ich bemerkt habe, finden die Geschichten häufig in kleinen Dörfern statt. Was hat für Dich den besonderen Reiz daran?

Roberta Gregorio: Ich lebe in solch einer kleinen Ortschaft. Daher mache ich das, was mir am leichtesten fällt: Ich beobachte und erzähle das, was ich sehe, kenne und liebe. In kleinen Dörfern stechen besondere Persönlichkeiten natürlich ganz besonders hervor, sodass ich mich meist nur umschauen brauche, um Inspiration für meine Figuren zu finden.

Elkes Literaturwolke: Du schreibst gern romantische Komödien mit italienischer Atmosphäre. Warum hast Du ausgerechnet dieses Genre für Dich gewählt?

Roberta Gregorio: Diese Antwort ist einfach: Weil mir diese Art von Erzählung am besten gelingt.

Elkes Literaturwolke: Du bist in Deutschland aufgewachsen und lebst nun mit Deiner Familie in Italien. In wiefern wirkt sich dies auf Deine Autoren-Tätigkeit aus? Schreibst Du auch auf italienisch (womöglich sogar parallel)?

Roberta Gregorio: Um gleich mal die zweite Frage zu beantworten: Ja, ich schreibe auch auf Italienisch. Allerdings nicht so gerne wie auf Deutsch. Dennoch habe ich die Fähigkeit, sowohl als Deutsche als auch als Italienerin zu „denken“. Ich glaube, das merkt man in fast in all meinen Büchern. Es ist schwer zu erklären, wie flexibel man als Mensch wird, wenn man zweisprachig aufwächst. Diese Flexibilität begleitet mich auf jeden Fall durch den Autoren-Alltag. Wenn ich also eine Szene in einem italienischen Ort beschreibe, dann tue ich das als deutsche Beobachterin und gleichzeitig als italienische Einheimische, sodass das Beschriebene den deutschen Beobachter erreicht, ohne dem italienischen Einheimischen zu nahe zu treten. Verstehst du in etwa, was ich meine?

Elkes Literaturwolke: Wer ist – außer Deine Leser – Dein schärfster Kritiker?

Roberta Gregorio: Ich selbst.

Elkes Literaturwolke: Welches ist Dein schönstes Erlebnis, das Du während Deiner Autoren-Tätigkeit erlebt hast?

Roberta Gregorio: Mein bisher schönstes Erlebnis war der erste Verlagsvertrag. Es ist einfach unbeschreiblich, wenn sich nach langer Suche endlich ein Publikumsverlag für deine Werke interessiert. Den Moment, an dem ich den ersten Vertrag bei meiner Agentin unterschrieben habe, werde ich immer im Herzen tragen.

Elkes Literaturwolke: Alle Autoren lesen auch sehr gern. Ich schätze, Du auch. Wer ist Dein Lieblings-Autor? Welches Genre liest Du besonders gern?

Roberta Gregorio: Ich lese natürlich sehr viel, keine Frage. Am liebsten Wohlfühlromane, manchmal auch Spannungsliteratur. Jojo Moyes finde ich toll. Ebenso Anna McPartlin, Marian Keyes, Dani Atkins, Maria Murnane und Jo Thomas. Ich bewundere aber auch unzählige Autoren aus dem deutsch- und italienischsprachigen Raum .

Elkes Literaturwolke: Und noch eine abschließende Frage: Wenn Du auf eine einsame Insel reisen würdest, welche drei Dinge würdest Du mitnehmen?

Roberta Gregorio: Meinen Mann und meine zwei Kinder. Es sind zwar keine „Dinge“, aber ich kann mir nicht vorstellen, ohne meine Familie zu sein, also würde ich sie wahrscheinlich als „Dinge“ verkleiden und trotzdem mitnehmen.

Vielen Dank Roberta, dass Du Dir die Zeit genommen hast 🙂

Die Autorin hat Accounts auf Twitter, Facebook und Instagram, auf dem Blog gibt es auch eine Autoren-Seite.

 

 

 

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2 Gedanken zu „Interview mit Roberta Gregorio“

  1. Liebe Elke,

    Danke für das interessante Interview! 🙂 Zweisprachig zu schreiben finde ich schon toll. Ich kenne zwar die sympathische Autorin nicht und habe bisher von ihr kein Buch gelesen, aber meine Neugierde wurde auf alle Fälle geweckt.

    Liebe Grüße von Conny 🙂

    1. Hallo Conny,

      gern geschehen 🙂

      Es sind sommerleichte Liebesromane mit italienischen Ambiente. Kurzweilig, aber es macht Lust auf Urlaub und dabei äußerst amüsant. Für zwischendurch genau richtig.

      Liebe Grüße, Elke.

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