Nancy Price: Schreie in der Nacht

Lesezeit: 2 Minuten

B002GUB204Nancy Price: Schreie in der Nacht

Weiterer Titel: Der Feind in meinem Bett
Originaltitel: Sleeping with the Enemy (1987)
übersetzt von Eva Malsch
Verlag: Bertelsmann Verlag
Seitenanzahl: 432 Seiten
ASIN: B002GUB204
Hier ist der Film dazu rezensiert.

Inhaltsangabe:

Sara Burney ist seit über drei Jahren mit Martin verheiratet, doch schon kurz nach den Flitterwochen hatte er begonnen, sie zu schlagen und zu kontrollieren. Gebrochene Zehen, gerissene Milz und unzählige blaue Flecken später entschließt sie sich dazu, ihren Mann endgültig zu verlassen. Doch sie will ihn nicht einfach verlassen, er soll denken, sie wäre tot. Denn er hat ihr geschworen, dass er sie nie gehen lassen würde und sollte sie einen neuen Mann haben, würde er nicht nur sie, sondern auch ihn umbringen.

Sara täuscht einen Ertrinkungstod vor und reist unter dem Namen Laura Gray nach Cedar Falls in Iowa, um ein neues Leben zu beginnen. Nur mit Hilfe hat sie einen neuen Job und ein kleines Haus, welches sie sich nach ihren Vorstellungen einrichten kann. Der Nachbar Ben Woodward ist Universitätsprofessor und sehr an der hübschen, aber ziemlich dünnen Frau nebenan interessiert.

Martin trauert um Sara, bis er eines Tages erfährt, dass sie heimlich einen Schwimmkurs besucht hat. Er kann es kaum glauben, hat Sara doch immer wieder betont, wie viel Angst sie vor dem Wasser hat. Sein Misstrauen ist gewachsen und er macht sich auf die Suche nach seiner Frau, die doch eigentlich tot sein sollte.

Mein Fazit:

Dieses Buch stand schon so lange in meinem SuB. Den Film dazu habe ich schon einige Male gesehen, aber auch schon vieles vergessen. Im Rahmen der Challenge habe ich mir gedacht, ich nehme es jetzt mal in die Hand.

Der Schreibstil ist etwas ungewöhnlich. Ich kam nicht gleich damit zurecht und während der Erzählung waren mir Martin und Sara gelegentlich etwas fremd. Einblick in ihr Seelenleben zu bekommen war nicht immer einfach. Sehr viel erinnerte ich mich nicht mehr an den Film, aber die groben Züge waren mir bekannt und ich fand sie auch in dem Buch wieder. Die Gewalt und die Folgen gingen im Buch natürlich viel tiefer und das fand ich schon krass. Auch Martin, der während der Trauer die Tagebücher seiner Frau las, konnte alles lesen und fand doch nicht zu Reue und Demut.

In der Mitte des Buches gab es einen kleinen Durchhänger und der Spannungsbogen flachte deutlich ab. Schließlich gewann es wieder an Fahrt, aber das Ende war dann doch anders als gedacht (zumindest vom Film bekannt). Es ließ mich etwas enttäuscht zurück. Da baut sich dann die Spannung so auf und geht dann platt zu Ende. Es kam mir so vor, als wollte die Autorin plötzlich fertig werden.

Insgesamt gesehen ist es ein Buch mit erheblichen Schwächen, welches nur durch die Verfilmung wirklich glänzt. Drei Sterne ist es mir nur wert mit einer bedingten Empfehlung.

Veröffentlicht am 03.03.19!

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