Susan Elisabeth Phillips: Die Herzensbrecherin

Susan Elisabeth Phillips: Die Herzensbrecherin

Originaltitel: Hot Shot (1991)
Übersetzt von Eva Malsch
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag
Seitenanzahl: 608 Seiten
ISBN-10: 3734107539
ISBN-13: 978-3734107535

Inhaltsangabe:

1976: Susannah Faulconer steht kurz vor der Hochzeit mit dem Vizepräsidenten aus dem erfolgreichen Unternehmen ihres Vaters. Doch zwei Monate zuvor hatte sie den windigen Biker Sam Gamble kennengelernt, der an eine Vision glaubte: Bald schon würde jeder Haushalt einen Computer im Wohnzimmer stehen haben.

Susannah, von Joel Faulconer adoptiert und zur perfekten Tochter großgezogen, lässt ihren Bräutigam am Altar stehen, um mit Sam Abenteuer zu erleben. Sie lässt Reichtum hinter sich und schlittert in eine ungewisse Zukunft hinein. Aber sie lässt sich nicht so schnell unterkriegen!

Mit vielen Höhen und Tiefen begleitet kann sie das Unternehmen mit Sam doch noch zu einem erfolgreichen Unternehmen machen. Aber wo Reichtum ist, da sind auch Neider nicht weit. Erfolg erreichen und weiter erhalten sind eben zwei verschiedene Dinge.

Mein Fazit:

Dieser Roman ist ein bisschen anders als die Romane, die ich bisher von der Autorin gelesen habe. Es mutet eher schon wie eine Familiensaga an.

Im Mittelpunkt dieser Geschichte steht Susannah, von allen verwöhnte Tochter betitelt, die fast mit dem goldenen Löffel geboren ist. Die ersten Jahre ihres Lebens wächst sie bei der Großmutter auf, ehe Joel Faulconer, erfolgreicher Unternehmer, sie unter seine Fittiche nimmt. Selbst die leibliche Tochter Paige kann ihr nicht das Wasser reichen.

Mit 22 Jahren steht Susannah am Scheideweg ihres Lebens: Sie muss sich zwischen dem vorgegebenen Weg in der kalifornischen High Society oder dem ungewissen Leben als völlig normal arbeitende Frau entscheiden. Sam Gamble, ein langhaariger Biker, der nur Visionen, aber keinen Unternehmergeist hat, macht ihr die Entscheidung leichter. Susannah wählt das Abenteuer und stößt damit die gesamte gehobene Gesellschaft vor den Kopf. Aber sie nimmt den Kampf auf und gründet eine Firma, um die Welt mit Computern zu beglücken, die augenscheinlich noch niemand braucht außer die Freaks und Hacker. Sie wissen von Steve Jobs, der an seinem Apple I arbeitet und von vielen anderen, die im Silicon Valley Fußfassen wollen. Sie konkurrieren miteinander und das eine oder andere Mal kann Susannah das Spiel ihren Gunsten entscheiden. Aber weil sie eine Frau ist, muss sie sehr hart kämpfen.

Der Autorin ist wirklich eine besondere Geschichte gelungen. Wohl inspiriert von ihrem Mann Bill hat sie historische Details und Fiktion geschickt miteinander verbunden. Bekannte Größen wie Steve Wozniak, Steve Jobs oder später Bill Gates tauchen mehr oder weniger kurz auf, es werden auch die Treffen der Hacker und Freaks genannt und die Idee der besonderen Produktpräsentation (exklusive vor Journalisten) aufgegriffen. Insgesamt bekommt man schon eine Ahnung, in welcher Aufbruchstimmung das Silicon Valley damals war und das viel Mut und Abgebrühtheit dazu gehörte, um in dem unsicheren Geschäft zu bestehen.

Alle Figuren wurden konsequent gezeichnet, einiger Klischees bedient und doch bekamen sie sehr viel Platz zur Entwicklung. Immerhin spielt die Geschichte über mehrere Jahre, so dass die Figuren zwangsläufig mitgehen mussten, um weiter zu bestehen. Damalige Mode oder Ereignisse (wie z. B. der plötzliche Tod von Elvis Presley) werden ebenfalls geschickt eingearbeitet.

Ich hatte sehr viel Spaß mit Susannah und ihrem Werdegang, auch wenn die Liebe gar nicht so sehr im Vordergrund stand. Eine tolle und interessante Geschichte, die für mich volle fünf Sterne verdient hat.

Veröffentlicht am 14.07.19!

image_pdf

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.